Dein Auslandsjahr nach dem Abitur

Juli 2, 2015

Nachdem du dein Zeugnis endlich in der Tasche hast und das gebührend gefeiert hast, fragst du dich wahrscheinlich, wo dich dein Weg nun hinführen wird. Schließlich bildeten Schule, Pausenhof und das regelmäßige Lernen für die nächste Klausur in den letzten Jahren deinen Lebensmittelpunkt. Viele Abiturienten möchten sich nicht gleich an der Uni einschreiben oder sich direkt nach dem Abschluss auf die Suche nach einen Ausbildungsplatz begeben. Einfach nur die Freizeit genießen und in den Tag hinein leben, ist andererseits aber auch keine Alternative. Stattdessen könntest du die Zeit nach dem Abi sinnvoll beispielsweise für einen Auslandsjahr nutzen.

Leben und arbeiten in einem fremden Land ist für viele schließlich ein absoluter Traum und die Zeit nach dem Schulabschluss die ideale Gelegenheit, um diesen zu verwirklichen. Auf welchen Wegen es dich ins Ausland verschlägt, liegt an dir und deinen Vorlieben, denn: Die Auswahl an Möglichkeiten, um Monate oder sogar Jahre im Ausland zu verbringen, ist groß. Ein Auslandsjahr wird die Zeit deines Lebens und du wirst unheimlich viel dazu lernen.

Viele Wege führen ins Ausland

auslandsjahr-maxtoursFür frischgebackene Abiturienten gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um einen kurzzeitigen oder auch längeren Aufenthalt in einem Land deiner Wahl zu realisieren. Die Entscheidung, für welche Variante du dich letztendlich entscheidest, sollte von deinen persönlichen Erwartungen an die Reise ins Ausland abhängen. Was genau möchtest du während deinem Auslandsjahr erleben? Willst du möglichst viele neue Menschen kennenlernen und dabei am besten das ganze Land bereisen? Oder möchtest du in erster Linie deine Sprachkenntnisse verbessern und dabei viel Zeit mit Kindern verbringen? Vielleicht schwebt dir aber auch soziales Engagement vor, um Menschen oder Tieren in einem anderen Land helfen zu können? Egal, wie du dich entscheidest, alle Wege führen dich an dein Ziel: raus aus der tristen Heimat und hinein in ein neues spannendes Leben.

Kinderbetreuung – Leben in der Gastfamilie

Besonders bekannt und beliebt ist die Möglichkeit, eine Gastfamilie im Alltag und bei der täglichen Kinderbetreuung als Au-pair zu unterstützen. Insbesondere junge Frauen können sich mit der Arbeit als Kindermädchen identifizieren. Beliebt sind dabei die USA oder auch Großbritannien. Als Au-pair solltest du nämlich über gute Fremdsprachenkenntnisse verfügen, damit du dich mit den Kindern und Eltern verständigen kannst – Englisch ist hier meist die Fremdsprache, die die meisten Abiturienten, und vielleicht auch du, am besten beherrschen.

In erster Linie übernimmst du als Au-pair die Betreuung der Kleinen, bringst sie in den Kindergarten, hilfst bei den Hausaufgaben oder sorgst bei Langeweile für Beschäftigung. Deine Gastfamilie gewährt dir für die Zeit im Ausland natürlich eine Unterkunft und du erhältst zudem ein regelmäßiges Taschengeld. Oft ist es sogar möglich, während der Zeit Kurse an einer hiesigen Uni oder Schule zu belegen. So lernst du neue Leute oder vielleicht sogar Freunde kennen, mit denen du deine Freizeit verbringst. Wenn du dir ein Leben als Au-pair im Ausland vorstellen kannst, unterstützt dich eine Agentur bei der Suche nach einer geeigneten Gastfamilie. Diese stellen dabei recht unterschiedliche Ansprüche an dich. Manche verlangen beispielsweise den Besitz eines Führerscheins oder legen Wert darauf, dass du bereits über Erfahrung im Bereich der Kinderbetreuung verfügst. Eine seriöse Agentur übernimmt übrigens gemeinsam mit der Gastfamilie die kompletten Kosten, die für Hin- und Rückflug sowie im Rahmen deiner Auslandszeit anfallen.

Work & Travel – abwechslungsreiche Auslandszeit

auslandsjahr-maxtoursWer hingegen viel Wert auf Freiheit während der Auslandszeit legt, sollte das Prinzip Work & Travel in Betracht ziehen. Wie es der Name verspricht, setzt sich dein Auslandsaufenthalt in diesem Fall aus diversen Jobs und dem Herumreisen im Land zusammen. Hier hält es dich nicht lange an einem Ort. Ständig warten neue Herausforderungen auf dich. In erster Linie wirst du auf deiner Reise quer durchs Land zum Beispiel auf Farmen oder auch in der Gastronomie sowie Kinderbetreuung eingesetzt. So verdienst du dir ein kleines Taschengeld und triffst bei der Arbeit auf interessante Menschen.

Beliebte Ziele sind vor allem Australien, Neuseeland oder die USA – also weit entfernte Länder, die dich in eine fremde außergewöhnliche Kultur eintauchen lassen. Dabei nimmt der Aufenthalt entweder mehrere Wochen oder sogar ein ganzes Jahr in Anspruch und wird von einem Veranstalter für Auslandsreisen organisiert. Oberste Priorität beim Prinzip Work & Travel hat allerdings eine gut gepolsterte Reisekasse.                                                                                                        Durch die Gelegenheitsjobs wirst du nämlich nicht in der Lage sein, sämtliche Kosten tragen zu können. Vor                                                                                                  der Abreise ist also Sparen angesagt oder du bittest deine Eltern um ein wenig Unterstützung.

Soziales Engagement und Praktika im Auslandsjahr

Ein Auslandsjahr in der Bewerbung kommt immer gut an! Wer sich weiterbilden möchte oder sogar etwas bewegen will, kann auch ein Praktikum im Ausland, eine Sprachreise oder die ehrenamtliche Mitarbeit in einer bestimmten Organisation nach dem Abi anstreben. Sämtliche Varianten sind später echte Glanzlichter in deiner Bewerbung:

  • Durch das Praktikum sammelst du erste Berufserfahrung – und das Ganze auch noch im Ausland.
  • Eine längere Sprachreise hilft dir hingegen dabei, deine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern oder sogar eine völlig neue Sprache zu erlernen. Dabei besuchst du Sprachkurse und lernst mehr über die Geschichte und Kultur deines Gastlandes kennen.
  • Die freiwillige Mitarbeit im Rahmen eines Volunteer-Projekts hingegen zeugt von deiner sozialen Kompetenz. Du beteiligst dich an Umwelt- und Tierschutz oder nimmst an Projekten zum Beispiel in Südafrika teil, mit denen die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbessert werden sollen.

Deine Auslandszeit wird durch staatliche Fördergelder finanziert, da du als ehrenamtlicher Helfer natürlich keinen Lohn erhältst. Dafür gewinnst du aber an Erfahrung und unterstützt Menschen und Tiere in Ländern wie Afrika, Indien oder Südamerika.

Ein Auslandsjahr wird dir viel mehr bringen, als du jetzt wahrscheinlich denkst. Zu einem lernst du viel über dich selbst und über andere Kulturen. Auf deiner Reise wirst du viele verschiedene Nationen kennen lernen. Dein Englisch wird besser, du lernst deine Stärken und Schwächen kennen, du wirst offener gegenüber anderen Menschen, du lernst dich anzupassen, du lernst vorallem neue Situationen kennen mit denen du davor noch nicht in Kontakt gekommen bist. Das Auslandsjahr wird dir für dein späteres Leben sehr viel weiterhelfen und ist jedem zu empfehlen.

Für welchen Weg du dich auch entscheidest: Das Auslandsjahr nach dem Abitur wird sicher ein großes Abenteuer, bei dem du viel über dich selbst lernen wirst. Abhängig davon, in welcher Form du die Auslandszeit antrittst, braucht es ein wenig Vorbereitungszeit – insbesondere, wenn es um die Formalitäten geht. Doch das sollte kein Hindernis für dich sein! Also: Viel Spaß bei deinem Schritt hinaus in die traumhaft große Welt!

Weiterführende Infos zum Artikel
Wege ins Ausland nach dem Abitur: www.auslandszeit.de
Work & Travel weltweit: www.auslandsjob.de
Freiwilligenarbeit / Soziales Engagement im Ausland: www.freiwilligenarbeit.de
Wege ins Ausland für junge Leute: www.rausvonzuhaus.de

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